Freitag, 12. März 2010

Das ganz persönliche Telekom-Drama

Ist euch das schon aufgefallen? Irgendwie hat jeder eine tragische Geschichte zur Telekom auf Lager. Es scheint, als würde diese Firma uns alle verbinden. Eine negative Erfahrung, die uns alle getroffen hat.

"Ja, und dann wurde plötzlich mein Anschluss gesperrt. Weil ich meinen Super-Flat-Mega-Über-Tarif nicht mehr nutzen wollte, sondern lieber einen Spaziergang zur örtlichen Zelle vorzug."
"Mir wurden drei Tarife gleichzeitig angerechnet! Dabei habe ich gar kein Internetz oder wie das heisst!"
"Die buchten ab und buchten ab, dabei brauche ich kein Telefon als Taubstummer!"

Verrückt. Wie hält sich dieses Unternehmen bloss über Wasser? Zumal die Kunden deren Schikanen ja mittlerweile einfach hinnehmen. Nach dem Motto: "Ach, da gehen ja eh nur Automaten und Idioten an den Hörer der Beschwerdeleitung." ... Demnächst gibt es bestimmt die ATK. Die anonymen Telekom-Kunden.

Donnerstag, 11. März 2010

Weltfrauenwoche: Femme Fatale

Frauen wissen insgeheim: Auf die Größe kommt es an.

Die Männer am Tresen jeder Kneipe sind sich einig. Es gibt immer und überall Frauen, die es sich zur Lebenaufgabe machen, Männern das Herz zu brechen. Vor dem eigentlich Bruch kommt es doch jedoch zum Drama, Baby! Sie will dies und das, zerrt an Deinen Nerven, will Aufmerksamkeit noch und nöcher und Du musst Dich sputen! Am besten ohne Jammern, denn echte Kerle machen sowas nicht. Sie appelliert an unseren geheimen Wunsch, ein echter Kerl zu sein. Dass wir das vielleicht nicht immer sind oder gar sein können, weil wir manchmal auch von Technik überfordert sind (ich sage nur Bügeleisen), hat sie leider erkannt. Die Femme Fatale nutzt genau diese Schwäche immer wieder aus und zieht von dannen, wenn wir zerstört am Boden liegen. Während wir die Scherben aufsammeln, stolziert sie nochmals mit ihren High Heels drüber weg, klack klack klack, bis sie nicht mehr zu hören ist. Auf zum nächsten ahnungslosen Kerl.
Wo kommen diese Teufelsluder überhaupt her? Warum fallen wir Kerle immer wieder darauf herein? Und wieso kommt eine gutaussehende Frau selten allein? Für alle, denen das noch nicht wirklich aufgefallen ist: Eine gutaussehende Frau umgibt sich meist auch mit attraktiven Freundinnen. Hat den kleinen Vorteil, dass ein mutiger oder betrunkener Kerl der sich traut, eine aus der Gruppe anzusprechen, im Zweifelsfall bei ihrer Sitznachbarin weiterfragen kann. In so einem Fall dürfte er wohl Glück haben, an keine Femme Fatale zu geraten, denn die sind meist alleine unterwegs. Sie dulden schliesslich keine Konkurrenz. Von daher sollte sich ein Kerl vor genau der Hingucker-Braut vorsehen, die alleine an der Bar sitzt und genüsslich an einer laaaange Zigarette zieht. Doch wie es die Mücke zur Laterne zieht, wird auch der größte Nein-Sager neben ihr sitzen wollen. Und es auch irgendwann tun.

"Hallo, so alleine?" 
"Yeah, Süßer. Leiste mir doch Gesellschaft."
"Kann ich machen. Was trinkst Du denn?"
"Frauen mögen es, wenn der Mann die Drinks ordert."
"Ok..."
Er bestellt ihr einen Tequila Sunrise und für sich ein schnödes Bier.
"Ich heiße Mark. Und du?"
"Nenn mich Poppy."
"Poppy ist ein recht lustiger Name."
"Bedank Dich bei meiner Mom."
"Ist sie auch so bildhübsch wie Du?"
"Nicht mehr. Sie ist tot."
"Das tut mir leid. Trinken wir auf Deine Mom."
"Nein, ich konnte sie eh nicht leiden. Trinken wir auf uns und die Liebe."
Sie stoßen an, doch Mark begeht einen folgeschweren Fehler.
"Du hast mir nicht in Augen gesehen, Süßer. Das bedeutet sieben Jahre schlechter Sex."
"Das heisst, ich werde sieben Jahre auf Dich warten müssen?"
"Aeh ... ne. Moment. Du musst nun sowas sagen wie: Ich beweise Dir das Gegenteil, Baby."
"Nö, kein Bock. Du siehst nach Arbeit aus."
"Wie bitte?"
"Frauen wie Du machen nur Arbeit. Außerdem wohne ich bei meiner Mutter. Da kann ich doch keine Schlampen mit nach Hause bringen. Die fällt aus allen Wolken."

Klack klack klack. Aber Mark hat dieses Mal Glück gehabt.
Zum Abschluß gibt es den Song zum Blogtitel.

Entenschubsen

Ich lief gerade meine Runde am Ententeich, da hörte ich eine Mutter kreischen. Sie rief ihrem älteren Sohn hinterher, dass er die Enten in Ruhe lassen sollte. Dieser und sein jüngerer Bruder, der gerade mal entenhoch war, machten ordentlich Terror beim zukünftigen Menü 18 des China-Restaurants (Ente süßsauer). Da die beiden Racker nicht hörten, stürmte die Mutter wie wild auf den älteren Bub zu und schubste ihn laut schimpfend zu Boden. Auf zwei lahme Enten, die nicht schnell genug flüchten konnten. Der Junge blieb jammernd liegen, die Mutter nahm den Jüngsten und trug ihn plärrend (also beide) zum Kinderwagen. Tragische Szene! Ein Fall für die Supernanny! Ich frage mich derweil, was wohl die Enten dachten? "Boar, fuck. Die Jungs waren ja noch ganz cool drauf, aber die Alte ging ja mal gar nicht."

Mittwoch, 10. März 2010

Weltfrauenwoche: Die beste Freundin

Männer und Frauen können keine Freunde sein. Das denkt sich auch die Frau zu seiner Linken, seine Gattin.

Auf den Punkt gebracht, klappt es mit der Freundschaft zwischen Mann und Frau nie, weil sich einer der beiden immer ein wenig zuviel zum anderen hingezogen fühlt. Muss nicht unbedingt heissen, dass die befreundete Frau des Typen ihn direkt ausspannen möchte. Die Chancen sind jedoch recht groß, dass sie nicht abgeneigt wäre, wenn er ihr eine Runde Nackt-Twister anbietet. Oder umgekehrt! Ihr Kumpel hört sich stunden-, wochen- und monatelang ihr Gejammer über ihren WoW-süchtigen Boyfriend an. Der Kumpel ist gleichzeitig ihr Vertrauter und Kummerkasten. Er zeigt ständig Verständnis und tröstet sie, doch insgeheim denkt er: "Schmeiss den Bastard raus, damit ich es Dir endlich besorgen kann."
Dabei könnte alles so schön sein. Frauen sind einfach die cooleren Kumpels. Sie hören einem auch ohne Bier zu. Man muss sich nicht schämen, wenn man von Autos und Fußball keine Ahnung hat. Sie lassen es innerhalb von Konversationen nicht zum indirekten Penisvergleich kommen. Sie haben Brüste, die einen bei Laune halten.
Auf der Kontraseite gibts oft enorme emotionale Einbrüche in den Gesprächen. Ich sage nur PMS. Das erschwert eine neutralen Umgang miteinander und endet meist in fliegenden Gegenständen. Also fast wie bei einer Partnerin. Sowieso kann so eine Frage wie "Warum sind WIR eigentlich nicht zusammen" oft dunkle Wolken in die Freundschaft zaubern. Denn entweder ist sie hässlich wie die Nacht oder hat einen schlechteren Ruf als Dolly Buster. Aber sind wir mal ehrlich. Meist sind es die Kerle, die mehr wollen.
Was ist also die beste Lösung aus so einem Schlamassel? Soll der/die Verliebte auf ewig klein beigeben, damit die Freundschaft erhalten bleibt? Oder soll man es drauf ankommen lassen und mit der Tür ins Haus platzen: "Weisst Du, warum Du mich jede Nacht anrufen kannst? WEIL ICH EIN KIND VON DIR WILL, DU ARSCH!" ... schwierig. 
Da gibt es ja einen weltbekannten Filmklassiker, der sich mit der Thematik befasst hat. Die beiden Hauptdarsteller haben das Problem auf eine ganz eigenwillige Art und Weise gelöst. Sie haben das Sexproblem direkt vorweg genommen. Doch schaut selbst.

Fremdlesen. KW10/10

In einer Zeit, wo Du und ich sich nicht mehr persönlich austauschen können wollen dürfen, sind derartige Seiten höchst willkommen. Erzähl mir Deinen kleinen Sieg im Alltag und poste ein aussagekräftiges Bild dazu. Und wehe, ich lese irgendwo was von 4 cm.

Ich habe mich ja noch nicht getraut. Habe derzeit auch keine Webcam. Aber dieses Chatroulette Phänomen macht auch mich neugierig. Dass es aber auch schiefgehen kann, beweisen diese 20 Schnappschüsse. NSFW.

Bitte vor dem Anklicken die Boxen LAUT aufdrehen und den Chef raus bitten.

Es nimmt kein Ende. FuckYeahThis und FuckYeahThat. Nun haben dickliche Mädels auch ihr Forum. Ich weiss gar nicht, warum ich diese Seite nun hervorhebe, aber ich frage mich manchmal, was da noch so kommen mag ... FuckYeahWollmäuse!

Ein Experiment, welches demonstrieren soll, was Google anhand gesammelter Datenmassen vergangener Suchanfragen für eine aktuelle Suche vorschlägt. Ja, das klang nun kompliziert. Ist es gar nicht. Ausprobieren.

Diese Webseries hat mich derartig zum Lachen gebracht, dass ich sowas normalerweise nie zugeben würde. Eine recht absurde Interviewreihe mit dem episch bärtigen Zach Galifianakis. Schaut euch alle (!) Folgen an. Dann bin ich wenigstens nicht der einzige, der sich vor Lachen bepisst hat.

Uuuuuh, Zooey Deschanel! Das neue Video von She & Him.
M. Ward rockt.

Meine Mutter, mein Kater und ich

Gestern war meine Mutter zu Besuch in meiner kleinen Männer-WG. Davon abgesehen, dass sie zuerst motiviert anfing, herumstehende Bierflaschen zu zählen, es aber irgendwann aufgab ("Waren das nun 23 oeder 24...?"), meckerte sie natürlich über Henrys und meine Haustiere. Die süßen knuffigen Wollmäuse, die sogar handzahm sind und sich nicht vor Angst oder gar Scham verstecken. Wollmäuse rocken total und bringen Wind bzw. Staub in unsere Bude. Naja, meine Mutter ist einfach einer anderen Generation entwachsen. Da gabs noch keinen Swiffer. Ich habe einen, benutze ihn aber nie, weil ich den leicht tuntig finde. 
Das eigentliche Highlight ist aber immer, wenn sie mit Henry schäkert. In der Regel versteckt der sich in den ersten zehn Minuten, was er seltsamerweise nur bei meiner Mutter macht. Sonst würde der streichelgeile Haarklops am liebsten jeden direkt auf dem Schoß springen. Bei meiner Mutter sagt ihm sein Instinkt: Besser nicht. Nachher kommst Du da nie wieder runter.
Doch nach ca. zehn Minuten wird er schwach und kommt aus irgendeiner Ecke gekrochen. Meine Mutter redet dann in einer beängstigenden Babysprache mit ihm. "Jaaaaaaaaa Henry, Du bist ein feiner Kater! JA! Bist Du ein feeeeeineeeeer Kaaaaater?" Wenn Henry sprechen könnte, würde der nur sagen "Was zum Teufel..?" Dann nimmt sie ihn auf den Arm und pussiert weiter: "Du bist aber schön! Ein schöner Kater bist Duuuuuuu!" ... was würde Henry wohl denken? Sowas wie "Ja, komm. Lass stecken und streichel mal lieber." Wenn es mir zu dolle wird, schreite ich ein und sage: "Mutter. Das ist kein Haiti-Taiti-Kater. Das ist voll der harte Kerl. So wie ich. Das ist 'ne echte Männerwirtschaft und kein Gay-Sauna-Club." Und wie Mütter so sind: "Warum sollte ich denn in die Sauna gehen?"

Dienstag, 9. März 2010

Weltfrauenwoche: Die ewige Muse

Frauen lieben Versteckspiele. Und hässliche Tapeten.

Markus Lüpertz lacht Herrmann Nitsch aus, als dieser ihm beim Umtrunk gesteht, dass er wegen seiner Frau häuslich geworden ist. Malerfürst Lüpertz poltert, dass man die Kunst auf keinen Fall wegen einer Frau stehen lassen darf! (Zu sehen in einer Folge "Durch die Nacht", Clip hier.) Hmm. Mag ja sein, aber was ist, wenn sich die gute Frau selbt der Kunst zuwendet? Ja, funktioniert das überhaupt? Oder ist der Platz einer Frau als Modell oder Muse vorbestimmt und lauter Vollbärte wie die eben genannten dürfen machohafte Sprüche klopfen? Ich befürchte ja.
Die Kunst unterscheidet sich in einem Punkt extrem vom Design. In der Kunst (er)schafft man, während man im Designbereich kreativ ist. Kreativ bedeutet, dass mit den gegebenen Mitteln und Wissen eine neue (Design)lösung kreiert wird. Beispielsweise eine tolle Tapete mit Super Mario für Nintendo Fans. Der Künstler würde weit vorher ansetzen und erstmal so einen Pizzaklempner erschaffen, den Mediengestalter-Praktikanntinnen dann unmotiviert auf einem Mac zu einer Tapete verwursten. Frauen lieben das Arbeiten mit fertigen Materialien und Ergebnissen, um Neues zu gestalten. Sie lieben es, nach Vorlagen zu stricken, zu kochen, zu zeichnen und zu atmen. Yoga-Style. Wahre Experimentierfreude kommt da selten auf. Ist das auch wieder so ein Erziehungsproblem? Bloss nie auffallen und lieber gefallen? Frei nach dem Motto: "Der Lehrer findet das bestimmt doof, wenn ich selbst was mache, also male ich lieber diesen Wasserhahn dort ab. Und zwar perfekt! Mit Licht- und Kalkeffekten!"
Ich hoffe, dass inzwischen die eine oder andere Frau, die diese Zeilen gelesen hat, die Faust ballt und den Monitor beschimpft. Denn ist es um die künstlerischen Möglichkeiten einer Frau wirklich so schlecht bestellt? Der Verdacht liegt nahe, dass sie nur respektiert werden, wenn sie ihren Körper einsetzen. Oder die Muse geben. Dann freut sich wieder der Vollbart.
Um vielleicht ein wenig Hoffnung zu schüren, habe ich ein Werk einer Künstlerin rausgesucht. Ihr Name ist Carlee Fernandez und sie versucht auch, mittels Körperlichkeit die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Naja, ein Vollbart würde nun Bettvorleger sagen. Ich gehe mich derweil rasieren.